9 Tipps für motivationslose Tage

Motivation ist keine Wasserflasche, die immer, wenn man sie öffnet, gleich voll ist. Motivation ist eher so ein Fluss, dessen Pegel variiert, je nachdem, was in seiner Umwelt so abgeht. Mit diesem Bild möchte ich diesen Beitrag beginnen, in dem es darum gehen soll, wie man aus motivationslosen Tagen das Besten herausholt. Es gibt einfach Tage, da setze ich mich an den Laptop, meine Finger tippen quasi alleine vor sich hin und ich möchte abends gar nicht aufhören und dann gibt es wiederum andere Tage, an denen starre ich erstmal ewig meine To Do Liste an, zwinge mich dann etwas zu tun, wobei ich aber ständig in Tagträumen oder Instagramfeeds versinke. Beides kommt vor und beides ist prinzipiell auch völlig normal. Dennoch habe ich für mich herausgefunden, wie wichtig es ist, mit „schlechten“ Tagen „richtig“ umzugehen – nur so bringen sie einen nicht zu sehr aus dem Konzept und wirken nicht langfristig produktivitätshemmend.

Verstehen, warum

Mir ist es wichtig zu verstehen, dass unproduktive Tage nicht unbedingt etwas mit Faulheit zu tun haben. Manchmal hat man einfach weniger Energie, weil man vielleicht körperlich etwas angeschlagen ist, nicht so gut geschlafen hat, die Tage davor sehr anstrengend waren… oder die Hormone einem in die Queere kommen. Von den letzten Punkt sollte in der weiblichen Produktivitätsbubble viel mehr gesprochen werden – mit den verschiedenen Zyklusphasen gehen nämlich unterschiedliche Energielevels einher. Diese werden häufig mit Jahreszeiten verglichen. Wenn möglich, sollte man sich die Arbeit irgendwie so aufteilen, dass man die Energie im „Sommer“ nutzt und vorarbeitet, um sich im „Winter“ die Stille und den Rückzug gönnen zu können. Es lohnt sich, den eigenen Körper zu beobachten.

Zyklus | Quelle: eigene Darstellung in Anlehnung an Innonature

Akzeptieren

Der Schritt nach dem Beobachten und Reflektieren ist das Akzeptieren. Man ist nicht immer gleichermaßen Leistungsfähig und es ist nur demotivierend, sich dafür zu verurteilen. Vielmehr sollte man sich – in dem Maß, in dem es möglich ist – Auszeiten gönnen, wenn diese offensichtlich nötig sind.

Priorisieren

Meistens ist es leider so, dass man an einem motivationslosen Tag nicht einfach sagen kann „okay, dann mache ich heute gar nichts.“ Die meisten von uns haben irgendwelche Verpflichtungen oder auch Dinge, von denen wir wissen, wenn wir sie aufschieben, stresst uns das mehr als dass wir von der Pause profitieren können. Deshalb ist es an solchen Tagen besonders wichtig zu priorisieren. Ich schaue mir meine To-Do-Liste dann noch mal ganz genau an und markieren die Dinge, die nicht verschoben werden können, sondern unbedingt gemacht werden müssen – alles andere vergesse ich dann erstmal.

Aufgaben herunterbrechen

Mir ist es an Tagen, an denen ich eh nur schleppend vorankomme, wichtig, konkrete Ziele zu haben und To Dos, die nicht unendlich groß erscheinen. Deshalb breche ich die Aufgaben so herunter, dass ich nach höchstens einer Stunde etwas abhaken kann. Beispielsweise schreibe ich nicht auf „Hausarbeit schreiben“, sondern formuliere „Hausarbeit Kapitel 1“, „Hausarbeit Kapitel 2“ und „Hausarbeit Fazit“ jeweils als eigene Stichpunkte. So hat man schneller Erfolgserlebnisse und falls man doch nicht alles schafft, hat man nicht das Gefühlt, komplett versagt zu haben, sondern kann einfach die einzelne Teilaufgabe auf den nächsten Tag verschieben.

To Dos clustern

Mir fällt an unmotivierten Tagen vor allem das Anfangen schwer. Deshalb versuche ich, nicht mehr als nötig zwischen verschiedenen Aufgaben hin- und herzuspringen, sondern die To Dos so zu clustern, dass ich beispielsweise vormittags nur Unisachen und nachmittags nur kreative Aufgaben mache. Dann muss ich mich nicht immer wieder neu reinkommen und die Wahrscheinlichkeit ist größer, dass ich in einen Flow komme.

Intuitiv arbeiten

Je nachdem, wie flexibel man in seinen Aufgaben ist, kann es sinnvoll sein, sich von der To-Do-Liste, die man ursprünglich für den Tag angedacht hatte zu lösen und stattdessen in sich hineinzuhören, auf welche Aufgabe man in dem Moment an ehesten Lust hätte. Dadurch wird die Hemmschwelle ebenfalls kleiner.

Pausen machen

Pausen machen ist immer wichtig, aber hier gilt es auch zu verstehen, dass an manchen Tagen eben alle 2-3 Stunden Pause zu machen reicht, während man an anderen schon nach 30 Minuten eine braucht und auch das ist okay.

Me-Time

Die Pausen oder auch den Feierabend sollte man nutzen, um etwas zu tun, was einem gut tut. Oft neigt man an solchen Tagen dazu, ewig durch Social Media zu scrollen und sich berieseln zu lassen. Das kann man in einem gewissen Maß natürlich tun, aber dennoch finde ich es wichtig, sich zu fragen, was einem längerfristig gut tut. Bei mir sind das vor allem Meditation und Spaziergänge. Hierzu muss man sich erstmal aufraffen, aber es lohnt sich immer.

Umplanen

Um den Seelenfrieden an Tagen, an denen man nicht so viel schafft, zu gewährleisten, finde ich es wichtig, rechtzeitig umzuplanen – also die To Dos, die liegen bleiben, sofort einem anderen Tag zuzuordnen. Das ist für mich die Voraussetzung, um Aufgaben an dem Tag guten Gewissens liegen lassen zu können.

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