Meine Quarantäne-Routine | 1 produktiver Freitag in Selbst-Isolation

Eine Frage, die ich mir in den vergangenen Wochen häufig gestellt habe: "Was machen die Leute eigentlich, wenn sie gezwungen sind, Zuhause zu bleiben, keine Freunde treffen können und zum Großteil auch nicht ihrer üblichen Arbeit nachgehen können?". Eine allgemeingültige Antwort auf diese Frage gibt es nicht, aber ich kann euch zumindest meine persönliche Antwort erläutern. Ich wohne während der Quarantäne erstmal vorübergehend wieder bei meinen Eltern und meine Uni-Kurse finden aktuell alle online statt. Eine komische Situation, aber mittlerweile habe ich mich damit abgefunden und eine Routine entwickelt, mit der ich dieser unnormalen Zeit wieder etwas Normalität wiedergeben kann.

ein monatliches Interview mit mir selbst |April

ein monatliches Interview mit mir selbst |April

Keinen Monat hatte ich mir bisher am Anfang des Jahres so anders vorstellt, als er dann schlussendlich ist, wie der April. Ich dachte, ich wäre in Köln und würde nach 8 Monaten endlich mal wieder in die Uni gehen. Stattdessen bin ich bei meiner Familie, die Grenze ist zu, die Uni ist zu und für meine Vorlesungen muss ich in eine Webcam-Linse schauen. Selbstisolation statt Freunde wiedersehen. Dorf statt Großstadt. Das Essen als Highlight jedes einzelnen Tages. Ich weiß es könnte schlimmer sein... ich finde es auch nicht wirklich schlimm (zumindest nicht die Auswirkungen, die es auf mich persönlich hat), sondern einfach anders. Ich bin überzeugt davon, dass wir alle etwas aus der aktuellen Situation lernen können. Irgendwann wird es wieder vorbei sein & bis dahin sollten wir versuchen, das Beste draus zu machen.

Wie ich mit der „Quarantäne“ umgehe

Wie ich mit der „Quarantäne“ umgehe

Als ich vor 3 Jahren in der Schule saß und mich für meine französische Abiprüfung  mit dem Buch "la peste" von Albert Camus beschäftigte, hätte ich nie gedacht, dass ich diesen Blogartikel mal schreiben würde. Zum einen, weil ich nicht geglaubt hätte, dass ich das mit dem Bloggen mal konsequent durchziehe und zum anderen, weil ich nicht geglaubt hätte, dass die Zustände, die Camus dort schildert, hier mal in abgewandelter Form eintreffen würden. Doch nun sitze ich hier, in einer Zeit, in der Zuhause bleiben und soziale Kontakte vermeiden das einzig Richtige, was man tun kann, ist und versuche, mir die Zeit sinnvoll zu vertreiben.

Ein monatliches Interview mit mir selbst|März

Ein monatliches Interview mit mir selbst|März

Tatsächlich geändert hat sich in meinem Alltag bisher nicht viel – den März hätte ich eh, wie man das in den Semesterferien halt so tut, zuhause bei meiner Familie verbracht. Natürlich wäre ich hin und wieder rausgegangen und hätte andere Menschen getroffen, was das Ganze auf jeden Fall angenehmer gemacht hätte, aber wenn wir mal ehrlich sind, hätte ich den Großteil der Zeit eh unter quarantäne-ähnlichen Zuständen verbracht. Und trotzdem fühlt es sich anders an. Wenn man dazu gezwungen ist, das Haus nicht zu verlassen und andere Menschen zu meiden, finde auch ich als eingefleischter Introvert das nicht so toll. Trotzdem versuche ich das Beste aus der Zeit zu machen. In diesem monatlichen Interview mit mir selbst seht ihr, dass man aus der aktuellen Zeit auch Positives ziehen kann. Nichtsdestotrotz hoffe ich natürlich, dass der April besser wird und ich in einem Monat hier spannendere und vor allem nicht-Corona-verbundene Dinge berichten kann.