„ich kann es mir nicht leisten, die Grünen zu wählen“

Am Dienstag habe ich mir die Sendung "Am Tisch mit Annalena Baerbock: Zuschauer fragen – die Kanzlerkandidatin antwortet" auf RTL angeschaut. Darin fiel ein Satz, den ich nicht unkommentiert stehen lassen möchte: "Ich kann es mir nicht leisten, die Grünen zu wählen." Die Partei hat in diesem Wahlkampf einige Fehler gemacht und es gibt sicherlich legitime Gründe, sie nicht zu wählen – aber das ist keiner!

Klimaschutz im Alltag & Aktivismus im Kleinen

Ich hab mich gefragt, wie ich ohne riesige Reichweite, ohne große finanziellen Möglichkeiten und ohne unendlich viel Zeit zum Klimaschutz beitragen kann. Nachhaltigkeit im Alltag und umweltbewusstes Leben ist in Medien und Gesellschaft mittlerweile glücklicherweise ein omnipräsentes Thema. Leider werden unsere Einflussmöglichkeiten, wenn wir darüber reden, wie wir dem Planeten etwas gutes tun können, häufig auf banale Konsumentscheidungen beschränkt. Wir wissen mittlerweile denke ich alle, dass wir weniger Auto fahren, Avocados kaufen, Fleisch essen und Plastik benutzen sollen. (Über letzteres habe ich vor zwei Wochen einen ausführlichen Beitrag veröffentlicht, in dem ich darauf eingehe, warum Plastik eigentlich so schlecht ist.) Ich möchte hiermit nicht sagen, dass wir uns an dieses "1 Mal 1 der Nachhaltigkeit" nicht halten sollten, sondern, dass es darüber hinaus weitere Möglichkeiten gibt. Möglichkeiten, wie wir Klimaschutz im Alltag und Aktivismus im Kleinen betreiben können.

Gedanken einer „Lifestyle-Linken“

Gedanken einer „Lifestyle-Linken“

Sahra Wagenknecht ist eine Frau, die mich in letzter Zeit medial stark verfolgt – eine eigene Doku in der ARD-Mediathek, ein Interview in Gabor Steingarts Morning Briefing und ein Einzelgespräch bei Sandra Maischberger im Podcast und in der Sendung. Es ergibt schon Sinn, dass sie gerade überall ist, denn sie hat vor kurzem ihr neues Buch, "die Selbstgerechten", veröffentlicht – ich habe es noch nicht gelesen, bin mit den Kernaussagen aber mittlerweile sehr vertraut, würde ich sagen. Und irgendwie hatte ich das Bedürfnis, was dazu zu schreiben – vielleicht, weil ich mich von ihrer Beschreibung der "Lifestylelinken" angesprochen gefühlt habe. Ich finde sie als Person interessant und empfinde es auch erstmal als sehr wichtig, dass es solche Politiker*innen gibt, die hinterfragen und Standpunkte vertreten, selbst, wenn sie dabei in der eigenen Partei anecken. Sie setzt spannende Impulse und regt mich zum Nachdenken, aber teilweise auch zum Wiedersprechen an.

„Sinn & Unsinn unserer empathischen Automatismen“

„Sinn & Unsinn unserer empathischen Automatismen“

"Sinn & Unsinn unserer empathischen Automatismen" ist ein Zitat von Maren Urner aus dem Buch "Schluss mit dem täglichen Weltuntergang". Sie nutzt diese Bezeichnung, um zu beschreiben, wie wir Nachrichten wahrnehmen – dass uns beispielsweise ein Flugzeugabsturz mehr bewegt, wenn sich unter den Opfern Deutsche empfinden. Objektiv betrachtet macht die Art und Weise wie wir denken oder fühlen häufig nicht besonders viel Sinn. Dieser Abschnitt in dem Buch hat mich dazu inspiriert, unsere, bzw. meine Empathie weiter zu hinterfragen und einige ihrer Eigenarten hier zu sammeln?