Wieso ich meine Meinung zum Gendern geändert habe …

Wieso ich meine Meinung zum Gendern geändert habe …

"Ich persönlich fühle mich nicht ausgeschlossen oder diskriminiert, wenn ich als 'Bürger', 'Luxemburger' oder 'Student' betitelt oder angesprochen werde" und "teilweise empfinde ich das Gendern sogar als störend – sowohl als Zuhörerin als auch als Sprecherin oder Autorin", schrieb ich in meinem Blogbeitrag zum Weltfrauentag 2018. Obwohl ich nach wie vor hinter der Kernaussage dieses Beitrags stehe, möchte das Thema jetzt, zweieinhalb Jahre später nochmal aufgreifen, denn meine Meinung dazu hat sich grundlegend verändert. Mittlerweile gendere ich – oder versuche es zumindest.

„Sprache und Sein“ von Kübra Gümüşay |meine liebsten Zitate

„Sprache und Sein“ von Kübra Gümüşay |meine liebsten Zitate

Wer sich noch an meine Jahresvorsätze für 2020 erinnert, erinnert sich vielleicht auch noch an den Punkt "mehr lesen". Dem komme ich bisher ganz gut nach und bin zurzeit total im Lesefieber. Vor zwei Wochen habe ich ein Buch beendet, bei dem ich der Meinung bin, dass jeder es gelesen haben sollte: "Sprache und Sein" von Kübra Gümüşay. Aus diesem Grund möchte ich hier eine Buchempfehlung aussprechen und zugleich denjenigen, die das Buch nicht gelesen haben und dies auch nicht vorhaben, meine liebsten Zitate aus "Sprache und Sein" nicht vorenthalten.

Wieso verlieren Worte durch häufige Benutzung an Bedeutung?

Wieso verlieren Worte durch häufige Benutzung an Bedeutung?

Petitionen, bei denen eine Mindestanzahl an Unterschriften erreicht werden muss und Demonstrationen die erst ein Ergebnis erzielen, wenn eine beachtliche Menge an Menschen daran teilnimmt, zeigen, dass Dinge eigentlich umso wichtiger sind, desto öfter sie wiederholt werden. Dies ist nur logisch: desto mehr Menschen ein Thema ansprechen, auf etwas aufmerksam machen oder etwas wiederholen, desto mehr gewinnt es an Bedeutung... eigentlich... denn, wenn man sich in der Gesellschaft umhört, kann man feststellen, dass das nur bis zu einem bestimmten Grad zutrifft – bei zu häufiger Benutzung verlieren Worte nämlich scheinbar an Bedeutung.