mehr & regelmäßig Bücher lesen | 9 Tipps

Wie sieht es bei euch mit Bücher lesen aus? Regelmäßig lesen war lange ein Teil eines Lebensstils, den ich bewundert, aber nicht gelebt habe. Vor knapp zwei Jahren habe ich auf diesem Blog zum ersten Mal über meine Beziehung zu Büchern geschrieben. Damals hatte ich meine Liebe zum Lesen nach jahrelanger Pause gerade erst wiederentdeckt, musste mich aber erstmal wieder daran gewöhnen, mich hinzusetzen und konzentriert zu lesen. In dem damaligen Beitrag habe ich die Frage beantwortet, „Wie kann ich mich zum Lesen motivieren?“ Die Motivation ist mittlerweile nicht mehr das Problem – das Lesen ist zu einem meiner liebsten Freizeitbeschäftigungen geworden und die Liste mit Büchern, die ich noch lesen möchte, wächst kontinuierlich. Was mir manchmal schwerfällt ist, die Regelmäßigkeit beizubehalten und nicht aus dem Lese-Flow zu kommen. Dabei helfen mir die folgenden 9 Tipps – so schaffe ich es, regelmäßig zu lesen und mehr zu lesen!

1. Prioritäten setzen

Einer der Gründe, warum ich länger nicht gelesen habe, obwohl es eigentlich Bücher gegeben hätte, die mich interessiert hätten, bestand darin, dass ich dachte ich hätte keine Zeit. Ein erster wichtiger Schritt, um das Lesen zur Gewohnheit zu machen, bestand für mich darin, mir bewusst zu machen, dass „ich habe keine Zeit zum Lesen“ eigentlich bedeutet, „ich nehme mir keine Zeit zum Lesen“. Deswegen finde ich es wichtig, sich bewusst zu werden, warum man überhaupt regelmäßig lesen möchte und darauf basierend das Lesen zur Priorität zu machen.

2. Routinen entwickeln

Wie bei allem, ist es auch beim regelmäßigen Lesen so, dass man es nur dann durchzieht, wenn es zur Routine wird – wenn man nicht mehr lange drüber nachdenken muss, ob und wann man es tut und man sich nicht jeden Tag auf’s Neue dazu motivieren muss. Dazu gehört auch, für sich herauszufinden, wann man am liebsten liest – direkt nach dem Aufstehen, vorm Zubettgehen oder irgendwann dazwischen.

3. Leseziele setzen

Das ist wahrscheinlich Typsache, aber mir hilft es sehr dabei mehr zu lesen, wenn ich es zu einer Art Challenge mache, indem ich mir vornehme, in welchem Zeitraum ich wieviele Bücher lesen möchte. So nehme ich mir zum einem für’s Jahr eine bestimmte Anzahl an Büchern vor und überlege mir zum anderen auch jedes Mal, wenn ich ein Neues anfange, bis wann ich es fertig haben möchte. Mich motiviert sowas und dennoch finde ich es wichtig zu betonen, dass das Lesen auf keinem Fall zum Stressfaktor werden soll.

4. Goodreads nutzen

Um sein Leseziel festzuhalten und seinen Fortschritt zu tracken, aber auch, um neue Bücher zu entdecken und sich mit Freund*innen über das Lesen auszutauschen, kann ich das soziale Netzwerk „Goodreads“ sehr empfehlen.

5. Mit Freund*innen & Familie austauschen

Allgemein hilft es meiner Meinung nach sehr beim regelmäßigen Lesen, wenn man sich mit Freund*innen und Familie darüber austauscht, was man aktuell liest. Wenn man darüber spricht, vertieft sich das gelesene, man bekommt neue Impulse und häufig unterstützt das auch die Freude am Lesen.

6. Bücher abbrechen

Ganz wichtig, um den Spaß am Lesen nicht zu verlieren, ist es, meiner Meinung nach, auch, Bücher abzubrechen, wenn man merkt, dass sie einem nicht gefallen. Es bringt nichts, sich durch ein Buch durchzuzwingen, wenn es einem nichts gibt und man im Endeffekt dadurch sogar die Freude am Lesen verliert. Ich habe es selten, dass ich zwischen zwei Bücher über einen längeren Zeitraum nicht lese – weil ich mich immer darauf freue, ein Neues zu beginnen. Wenn es mal dazu kommt, dass ich aufhöre regelmäßig zu lesen, ist das meistens, weil mir mein aktuelles Buch nicht gefällt … die beste Lösung ist dann, es nicht weiter zu versuchen.

7. Alternativen nutzen

Was mir dabei hilft, Bücher nicht zu vernachlässigen, ist, auf Alternativen zurückzugreifen. In Phasen, in denen ich nicht die Zeit und Ruhe habe, mich hinzusetzen und zu lesen, höre ich gerne Hörbücher oder nutze die App Blinkist – hier werden Sachbücher in 15 Minuten zusammengefasst. Das hilft mir dabei, meine ewig lange Leseliste schneller „abzuarbeiten“ und erlaubt erlaubt es mir, immer auf die „Form der Bücherkonsums“ zurückzugreifen, die mir in dem Moment am Besten passt.

8. Das passende Genre finden

Bücher sind nicht gleich Bücher und dementsprechend trifft die Aussage „ich habe keinen Spaß am Lesen“, meiner Meinung nach, auch nur auf die Wenigsten zu. Um das Lesen langfristig mit Freude durchzuziehen, ist es wichtig, für sich herauszufinden, welches Genre man mag. Ich lese beispielsweise gerne Sachbücher und Biografien – für andere können es Krimis, Romane oder Poesie sein.

9. Leselisten führen

Leselisten sorgen dafür, dass es nie einem Moment gibt, in dem man nicht weiß, was man als nächstes lesen soll. Darüber hinaus motiviert die Vorfreude auf das nächste Buch einen oft, das Aktuelle schneller zu lesen.

Hier ein Ausschnitt meiner Leseliste:

„Die Frauen von Belarus. Von Revolution, Mut und dem Drang nach Freiheit.“ (Alice Bota)

„Konsum – Warum wir kaufen, was wir nicht brauchen“ (Carl Tillessen)

„Die Realität des Risikos“ (Julian Nida-Rümelin, Nathalie Weidenfeld)

„Machtverfall: Merkels Ende und das Drama der deutschen Politik: Ein Report“ (Robin Alexander)

„Raus aus der ewigen Dauerkrise: Mit dem Denken von morgen die Probleme von heute lösen“ (Maren Urner)

„Der längste Krieg – 20 Jahre War on Terror“ (Emran Feroz)

„Wir können mehr sein: Die Macht der Vielfalt“ (Aminata Touré)

„Was Männer nie gefragt werden. Ich frage trotzdem mal.” (Fränzi Kühne)

„Wir. Weil nicht egal sein darf, was morgen ist.“ (Louisa Dellert)

Schreibt mir gerne in die Kommentare, was ihr gerade lest oder noch lesen wollt – bin immer auf der Suche nach Inspiration!☺

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