Bye „Lifestyleoderso“ | mein rebranding & was ich über’s Bloggen gelernt habe

Tipps für Blogger; mit dem Bloggen anfangen

Falls jemand dachte, ihr werdet mich los – falsch gedacht! „Lifestyleoderso“, der Name unter dem ich seit 3 Jahren meine Gedanken im Internet teile, gibt’s nicht mehr (dazu gleich mehr), aber ich bleibe natürlich. Unter einer neuen Domain und mit neuer Inspiration – aber sonst bleibt eigentlich alles beim Alten. Damit herzlich willkommen in meinem digitalen Wohnzimmer! In diesem Beitrag soll es darum gehen, wie es zu dem neuen Blognamen gekommen ist & daraus resultieren ein Paar Tipps für diejenigen, die auch einen Blog haben oder demnächst mit dem Bloggen anfangen wollen.


Spulen wir ca. eine Woche zurück …

Ich hatte mir für diese Semesterferien vorgenommen, meinen Blog etwas aufzufrischen! Ich hatte Lust auf ein neues Design und mehr inhaltliche Qualität. Seit ich lifestyleoderso.com im September 2018 gelaunched habe, habe ich meine ganze Energie ins Schreiben gesteckt und mich wenig mit dem drum herum beschäftigt. Ob das ganze Konzept rund ist, ob die Beiträge meinen Ansprüchen entsprechend und ob der Blog meine Persönlichkeit widerspiegelt … ich hatte mir länger nicht mehr die Zeit genommen, mich mit diesen Fragen auseinander zu setzen. Das wollte ich jetzt nachholen …

In meinem Tatendrang habe ich dann etwas geklickt, das ich nicht hätte klicken sollen und weg war die Domain. Das ist natürlich die vereinfachte Version – was genau der Fehler war, darauf gehe ich gleich bei den Tipps ein. Es gab auf jeden Fall technische Probleme und da ich eh seit Monaten mit dem Gedanken gespielt habe, den Namen zu ändern, habe ich das einfach mal als Anlass genommen.

So „lifestylig“ wie der Blog in der Vorstellung meines Teenie-Ichs werden sollte, war er eigentlich nicht. Deshalb hat der Name mich mit der Zeit irgendwie gestört hat. Thematisch hat der Blog sich mit meinen Interessen weiterentwickelt. Auf dieser Plattform hat sich immer widergespiegelt, womit ich mich auch privat so beschäftige – deshalb finde ich den Namen „mein digitales Wohnzimmer“ gerade sehr schön. Hier lade ich euch ein zum gemeinsamen lernen, philosophieren und diskutieren.

Was ich über's bloggen gelernt habe; Tipps für Blogger, mit dem Bloggen anfangen

Tipps für Blogger

Wenn man einen Blog starten möchte, muss man anfangen, sich mit Dingen zu beschäftigen, mit denen man davor meistens noch keine Berührungspunkte hatte … Domains, Hosting, HMTL usw. Ich habe mir damals über Youtube ein Basiswissen angeeignet, bin aber nicht all zu tief in die Thematik eingestiegen. Ich wollte einfach loslegen – ich wollte ein schönes Design und einfach eine Plattform, auf der ich meine Texte veröffentlichen kann. Die Technik dahinter hat mich wenig interessiert. Ich kann mir vorstellen, dass es einigen so geht, die gerade kurz davor stehen, einen Blog zu starten.

Durch mein „Learning by doing“ hier auf dem Blog sowie durch mein Studium habe ich in den letzten Jahren einiges dazu gelernt – die letzte Woche war nochmal besonders erkenntnisreich. Wenn ihr nach fundierten Technikwissen sucht, seit ihr hier an der falschen Adresse. Wenn ihr aber Interesse an meinen Erfahrungen und persönlichen Tipps habt, dann lest gerne weiter! Es beginnt etwas technisch, anschließend kommt aber auch noch was dazu, wie sich das Bloggen allgemein auf mein Leben auswirkt.

1. WordPress.com und WordPress.org sind nicht das Selbe!

Als ich meinen Blog 2018 erstellt habe, erschien es mir sinnvoll, sie bei WordPress.com zu hosten, wenn ich WordPress eh als Content Management System verwende. Das war von der Registrierung der Domain bis zur Erstellung der Website auch super easy! Mir war damals nicht bewusst, dass wordpress.com und wordpress.org nicht das Selbe ist und dass das Hosting bei WordPress.com einige Nachteile hat. Was mich daran mit der Zeit am meisten gestört hat, war, dass ich mit der Premium-Version keine Plugins nutzen kann und die Business-Version mir zu teuer ist. Hätte ich die Seite bei einem anderen Anbieter gehostet, hätte ich über wordpress.org kostenlos alle Plugins verwenden können.

Also, Tipp #1: Überlegt euch, wo ihr euren Blog hosten wollt. WordPress.org kann man als CMS nutzen, egal wo der Blog gehostet ist.

2. Ein Domaintransfer sollte gut durchdacht sein…

Da ich bei WordPress.com das Plugin-Problem habe, habe ich mich letzte Woche spontan dazu entschieden, die Domain zu einem anderen Registrar zu transferieren. Das hat auch geklappt, nur ist dann beim Übertragen der Website-Inhalte irgendetwas schief gelaufen. Weil ich, wie gesagt, eh mit dem Gedanken gespielt habe, den Namen meiner Online-Präsenz zu ändern und ich nicht das Risiko eingehen wollte, alle Inhalte und Abonnent*innen zu verlieren, habe ich mich dazu entschieden, lifestyleoderso.com löschen zu lassen. Ich bin dann zu WordPress.com zurückgekehrt und habe für die alte Website diese neue Domain beantragt. Auf Plugins verzichte ich jetzt halt bis ich irgendwann bereit bin, mir den Business-Account zuzulegen. Dieser ganze Struggle hat Stunden gedauert. Ich hing in zig Hotlines und hatte zwischendurch kurz Angst, alles zerstört zu haben, was ich in 3 Jahren hier „kreiert“ habe.

Also, Tipp #2: Überlegt euch Schritte wie einen Domaintransfer gut – sowas ist immer mit einem gewissen Risiko verbunden! Wenn ihr IT-Expert*innen in eurem Umfeld habt, holt euch die bei technischen Fragen lieber zur Seite.

3. Namens-Änderungen von Websites sind Gift für die Reichweite

SEO-Profis schlagen hier wahrscheinlich gerade die Hände über dem Kopf zusammen.. und meine Statistiken geben euch recht! Man muss leider damit rechnen, dass die Namens-Änderung einer Website einen einiges an Reichweite kostet. Bis die neue Seite bei Google wieder so hoch oben angezeigt wird, wie die Alte, wird wahrscheinlich etwas dauern. Das sollte man sich bewusst sein, wenn man den Namen ändern möchte. Das war auch der Grund, warum ich bei lifestyleoderso geblieben bin, obwohl ich ihn länger nicht mehr optimal fand – das war jetzt eine spontane Entscheidung, die ich mir auch nur leisten kann, weil ich nicht von der Reichweite abhängig bin.

Tipp #3: Wenn ihr einen Einbruch eurer Reichweite verhindern möchtet, ändert nicht eure Domain.

4. Pinterest-Links kann man nur begrenzt nachträglich ändern

Dass die neue Domain für die Suchmaschinenoptimierung nicht gut ist, war mir klar, aber an Pinterest habe ich erst gar nicht gedacht. Man kann dort zwar die Links von eigenen Pins, dich sich auch auf den eigenen Pinnwänden befinden, bearbeiten, aber nicht die, die schon repinned wurden. Das ärgert mich sehr, weil über Pinterest wirklich viele Leute gekommen sind, um teilweise 2 bis 3 Jahre alte Beiträge zu lesen. Da muss ich mir auf jeden Fall was überlegen!

Tipp #4: Wenn ihr eine neue Domain bekommt und wollt, dass die Backlinks auf externen Plattformen weiterhin funktionieren, dürft ihr die alte Domain nicht einfach löschen, sondern müsst euch um eine Weiterleitung kümmern.

5. Fehler oder Misserfolge sind immer für etwas gut!

Als ich realisiert habe, dass der Domaintransfer nicht so funktioniert, wie ich mir das vorgestellt habe, habe ich mich erstmal geärgert. Ich habe in den letzten Jahren super viel Arbeit in den Aufbau meiner Reichweite gesteckt und zu wissen, dass ich die mit der Überschätzung meiner eigenen technischen Fähigkeiten auf’s Spiel gesetzt habe, war erstmal frustrierend. Ich habe es dann aber recht schnell geschafft, etwas Positives darin zu sehen. Ich hätte weiter versuchen können, die Domain zu retten.. es hätte mich sehr viele Nerven und Anrufe gekostet, aber ich hätte es irgendwie hinbekommen – doch dann dachte ich, vielleicht ist das auch einfach das Zeichen, dass ich die Namensänderung (die gar nicht geplant war) doch endlich angehen sollte. Ich weiß nicht, wie lange es dauern wird, zu meiner ursprünglichen Besucher*innen-Zahl zurückzukommen, aber ich weiß, dass ich jetzt nach dem Rebranding langfristig mehr Spaß mit dem Blog haben werde.

Tipp #5: Stellt eure Zufriedenheit mit dem Blog auf eurer Prioritätenliste über den monetären oder reichweitenbezogenen Erfolg – langfristig führt nämlich genau das zum Erfolg.

6. Ich brauche hin und wieder frischen Wind

Dieser neue Look meines Blogs und die Herausforderung, meine Reichweite zurückzubekommen, motiviert mich irgendwie. Nicht, dass ich in beim Schreiben in den letzten Monaten keinen Spaß gehabt hätte – ganz im Gegenteil – aber jetzt spüre ich wieder diese Anfangseuphorie und merke, dass ich kreativer werde. Auch, wenn ich ein absoluter Gewohnheitsmensch bin, tuen kleine Veränderungen oder Neuanfänge manchmal ganz gut – Reminder an mich selbst.

Tipp #6: Wenn ihr ein Projekt über Jahre ausbaut, vergesst nicht, es hin und wieder an eure neuen Präferenzen, Interessen und Ziele anzupassen.

7. Blogs sind nicht tot!

Als ich 2018 mit dem Blog angefangen habe, dachte ich, ich wäre zu spät dran und es würde eh kaum jemand Blogs lesen – ich selber zugegebenermaßen auch nur selten. Ich hätte nicht gedacht, dass ich innerhalb von wenigen Monaten eine kleine Reichweite aufbauen könnte und schon gar nicht, dass ich die Möglichkeit haben werde, hier mit coolen Firmen zu kooperieren.

Tipp #7: Wenn ihr schon länger mit dem Gedanken spielt, einen eigenen Blog zu starten, do it!

8. Ein Blog kann ein wichtiger Bestandteil des Personal Brandings sein

Der Hauptgrund, warum ich etwas an meinem Blogkonzept herumbasteln wollte, war, dass ich ihn als wichtiger Bestandteil des Personal Brandings sehe – insbesondere, weil das was ich hier, im Studium und im Job tue sich teilweise überschneidet. Ich wollte, dass man auf den Blog kommt und man sofort einen Eindruck davon bekommt, wer ich bin. Deshalb ist dieser digitale Raum nun genauso gestaltet wie mein echtes Wohnzimmer und es wird schnell deutlich, was meine Themen sind und wofür ich stehe.

Tipp #8: Egal ob ihr einen Blog habt oder auf Social Media aktiv seid, vergesst nicht, dass das ein Teil eurer digitalen Visitenkarte ist!

9. Bloggen als Hobby und einer von mehreren Jobs ist super

Als ich meinen Blog vor 3 Jahren gestartet habe, habe ich keine Sekunde daran geglaubt, dass ich das langfristig durchziehe. Ich dachte, das wird so ein Halbes-Jahr-Projekt, wie es mit meinen anderen Hobbys davor war. Ich wollte es ausprobieren, dachte ich hätte nichts zu verlieren. Das Schreiben und Veröffentlichen gibt mir super viel: Ich kann mich kreativ ausleben, ich reflektiere durch das Schreiben viel mehr, ich sammele Praxiserfahrung, ohne dass es sich nach Arbeit anfühlt, es gibt mir Struktur, es macht Spaß und motiviert mich und ja, es ist wahrscheinlich einer der tollsten Wege, um sich als Studentin ein bisschen was dazuzuverdienen.

Genauso habe ich aber auch für mich herausfinden können, dass ich mir das niemals als Full-Time-Job vorstellen könnte. Als Hobby und eines von mehreren Freelance-Projekten ist das Bloggen total mein Ding, aber wenn ich damit mein Leben finanzieren müsste – was von der Reichweite her gar nicht möglich wäre, aber so rein hypothetisch – würde ich, glaube ich den Spaß daran verlieren. Ich möchte weder meine Inhalte danach richten, was gut geklickt wird, noch würde ich mit dem Risiko leben wollen, mir durch einen technischen Faux-Pas meine Existenz zu zerstören – Leute, dann würde ich diesen Beitrag nicht so euphorisch Schreiben und mich über meinen Namen freuen haha

Tipp #9: Gerade Studierenden, die Zeit haben und finanziell vielleicht von den Eltern unterstütz werden bzw. ein Stipendium oder einen Nebenjob haben, der nicht die komplette Freizeit einnimmt, kann ich es sehr empfehlen, einen Blog zu starten. Vielleicht könnt ihr damit Geld verdienen, aber wenn nicht, geht ihr zu der Zeit eures Lebens damit kein großes Risiko ein – am Ende habt ihr so oder so ein Projekt, das ihr als Referenz zeigen könnt, wenn der Blog thematisch was mit eurem Berufswunsch zu tun hat. Außerdem könnt ihr euren Blog dafür nutzen, um herauszufinden, ob die selbstständige Arbeit langfristig euer Ding ist oder eher nicht.


Ich hatte mich im Internet ein bisschen nach Tipps für’s Bloggen umgeschaut und festgestellt, dass man an technischen und fachlichen Infos viel findet, aber weniger zu persönlichen Erfahrungen. Deshalb hoffe ich, dass der Eine oder die Andere hier vielleicht einen spannenden Impuls mitnehmen konnte. Hinterlasst mir gerne euer Feedback – auch zu dem neuen Blog-Namen und Design 🙂 Ich freue mich, wenn ihr mich hier weiterhin begleitet!

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