Semesterferien & Lockdown – wie ich meinen Alltag strukturiere

Ich weiß nicht wie es den anderen Studierenden unter meinen Leser*innen geht, aber mir kommen die Semesterferien im Februar/März immer sehr lang vor – es ist zu kalt, um etwas draußen zu unternehmen, Freunde und Familie, die arbeiten oder in anderen Ländern studieren, haben keinen Urlaub und der Lockdown macht die Zeit auch nicht unbedingt aufregender. Mir ist es super wichtig, mir in solchen Zeiten, in denen ich wenig von Außen vorgegebene Aufgaben habe, selber Ziele zu setzen. Ich habe nun über 5 Wochen, die ich frei gestalten kann und ich kenne mich: Ich weiß, dass sich „ohne Plan in den Tag hineinleben“ im ersten Moment ganz toll anhört. Genauso weiß ich aber auch, dass dieser Lebensstil nichts für mich ist – wannimmer ich es versucht habe, habe ich nach nur wenigen Tagen gemerkt, dass ich immer lust- und energieloser wurde. Ich bin ein Mensch, der Struktur und Produktivität braucht, um im Kontrast dazu das Nichtstun genießen zu können.

Organisation und Zielsetzung

Bei der Organisation und Zielsetzung achte ich in den Ferien drauf, dass alles lockerer ist als sonst, dass ich keinen strikten Zeitplan habe, zwischendurch ganz viel Zeit zum Nichtstun habe und ich mir sehr intuitiv die To Dos auswählen kann, nach denen mir in dem Moment ist.

  • Grundlage für die Organisation meiner Semesterferien bildet eine Liste in meinem Handy, in die ich das ganze Jahr über eintrage, welche Projekte ich angehen möchte, wenn ich mal mehr Zeit habe. Das kann ich nur empfehlen, denn meistens kommen einem die besten Ideen, wenn man gerade absolut keine Zeit für die Umsetzung hat – dann ist es doch schade, wenn die einfach in Vergessenheit geraten.
  • Um mir eine gewisse Flexibilität und Freiheit, das zu tun, worauf ich gerade Lust habe, zu erlauben, bevorzuge ich in solchen Zeiten wöchentliche To Do Listen statt Täglichen.
  • Außerdem finde ich es wichtig, meine Ziele für die Woche zu unterteilen in „möchte ich auf jeden Fall machen“ und „mache ich, wenn ich noch Lust und Zeit habe“ – das ist für mich die beste Methode, um sicher zu gehen, dass ich meinen Zielen in jeder Woche ein Stück näher komme und dabei trotzdem flexibel bin und kein Stress entsteht.
  • Was mir außerdem dabei hilft, jede Woche mit neuer Motivation zu beginnen und auch langfristig einen positiven Effekt hat, ist, mir für jede Woche 3 bis 5 Gewohnheiten zu überlegen, die ich etablieren möchte – also Dinge, die ich jeden Tag machen möchte, wie zum Beispiel lesen, spazieren gehen, etwas Neues lernen, kochen, …

Routinen schaffen

Mit dem Beginn der Ferien oder des Lockdowns werden wir aus unserem „normalen“ Alltag gerissen, was vielleicht auch ganz gut ist – trotzdem finde ich es wichtig, mir in dieser Zeit neue Routinen zu schaffen, denn nichts gibt mir mehr Struktur. In meinem Beitrag zu „Routinen als Basis eines produktiven Alltags“ bin ich genauer auf das Thema eingegangen. An dieser Stelle möchte ich nur nochmal unterstreichen, dass solche Routinen für mich auch in den Semesterferien essenziell sind. Beispiele sind unter anderem das gemeinsame Frühstück mit meinem Bruder, dass ich mir danach viel Zeit nehme, um in Ruhe die Nachrichten zu lesen oder auch mein täglicher Spaziergang am Nachmittag.

Das richtige Outfit

In Zeiten, in denen man kaum das Haus verlässt, entsteht schnell mal die Versuchung, den ganzen Tag im Schlafanzug zu verbringen. Hier ist es ähnlich wie mit dem „ohne Plan in den Tag hineinleben“ – klingt super, aber hat im Endeffekt bei vielen Menschen negative Auswirkungen auf die Psyche. Ich persönlich fühle mich zumindest viel besser und motivierter, wenn ich mich etwas zurecht gemacht habe. Was das richtige Outfit für einen ist, ist natürlich super individuell. Ich mag es, mich so anzuziehen und zurecht zu machen, als würde ich das Haus verlassen – weil ich aber auch außerhalb meiner vier Wände großer Fan von bequemer Kleidung bin. Wenn ich mich dann doch mal bewusst für einen „Gammellook“ entscheide, dann wenigstens mit Stil. Dieses Bedürfnis haben sie bei Hunkemöller offensichtlich erkannt und haben ihre Hunkemöller Homewear bereits in Kategorien wie „Fauler Sonntag“, „Netflix Night“ und „Zeit für mich“ unterteilt.

To Do Ideen

Falls ihr im Laufe des Semesters oder Jahres keine Ideen gesammelt habt, was ihr unbedingt umsetzen möchtet, sobald ihr mal mehr Zeit habt, hier etwas Inspiration …

  • ausmisten – digital und analog
  • etwas neues lernen – dafür nutze ich zurzeit die Plattform Skillshare
  • lesen – mein aktuelles Buch: „Das Alphabet des Denkens“ von Stefanie Schramm und Claudia Wüstenhagen  
  • vorarbeiten für Uni oder Job – z.B. indem man schonmal brainstormed für aufkommende Projekte (z.B. Bachelor- oder Masterarbeit) oder sich in relevante Themen einliest
  • online Geld verdienen – zur meiner liebsten Plattform dafür, Textbroker, habe ich schon einen eigenen Beitrag geschrieben, den ich euch hier verlinke
  • eigenes digitales Projekt starten – z.B. ein Blog, ein Social Media Account, ein Youtubekanal, ein Podcast, ein Etsyshop, …
  • Gesellschaftsspiele spielen
  • kreativ sein – z.B. malen, basteln, fotografieren, ein Instrument lernen, …
  • neue Rezepte ausprobieren

Damit wünsche ich euch erholsame Semesterferien, einen möglichst angenehmen Lockdown und denjenigen, die gerade ganz normal arbeiten, einfach eine schöne Zeit 🙂

Ein Kommentar zu „Semesterferien & Lockdown – wie ich meinen Alltag strukturiere

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